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Ergebnisse und Partien der 4. Runde der Vereinsmeisterschaft 2021-2022 nun online.

Die Ergebnisse des Online Monatsblitz 2021 / 2022 für November liegen vor.

Das Ergebnis des Monatsblitz 2021 / 2022 liegt vor.

Herzlich willkommen auf unserer Website!

Wir treffen wir uns jeden Freitag um 20 Uhr zum Spielabend im
AWO Bildungswerk Rhein- Oberberg e.V., Am Birkenbusch 59, 51469 Bergisch Gladbach. Auch Gäste sind willkommen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es gelten folgende Regeln für alle:

  • Für die Teilnahme ist vorherige Anmeldung per E-Mail an kontakt@bsf1923.de erforderlich.
  • Der Zugang ist gemäß 3G-2G-Regel beschränkt. Die Dokumentation über den Status Geimpft oder Genesen oder Getestet ist mitzubringen.
  • Es gilt Maskenpflicht im gesamten Gebäude der AWO, außer am Schachbrett bei langen Partien zwischen festen Spielpartnern.
  • Für jeden Spielabend gibt es einen Verantwortlichen des Vereins, dessen Anweisungen beachtet werden müssen.

Kinder und Jugendliche trainieren bei uns freitags ab 17:45 Uhr. Für Anfragen stehen wir per E-Mail unter jugendleiter@bsf1923.de zur Verfügung.

Aktuelles:

In Gedenken an unser Ehrenmitglied Manfred Bosbach 16.11.2021

Liebe Schachfreunde,

leider habe ich eine traurige Nachricht:

Unser Ehrenmitglied und langjähriger Vorsitzender der Bergischen Schachfreunde, Manfred Bosbach, ist am 28. Oktober 2021 verstorben, er wurde 81 Jahre alt. Am 6. November fand die Beerdigung in seinem Heimatort Kürten-Dürscheid statt.

Noch vor einem Jahr, im Juni 2020, konnten wir ihm an dieser Stelle zu seinem runden Geburtstag gratulieren und ihm noch viele erfüllte Stunden beim Schach wünschen. Doch die Beschwernisse des Alters nahmen immer mehr zu und schränkten ihn in seiner Mobilität sehr ein. Dennoch zeigte er auch unter diesen Umständen einen unerschütterlichen Einsatz als Mannschafts- und Einzelspieler, und weiterhin großes Interesse an den Geschicken des Vereines, dem er beinahe 60 Jahre lang angehörte, und den er wie kein Zweiter geprägt hat.

Als dessen Nachfolger im Amt übernahm ich im Jahre 2000 einen sehr gut geführten Verein, der sich durch Kameradschaft, sportlichen Erfolg und solide Wirtschaftlichkeit auszeichnete. Diese Attribute haben auch heute noch Bestand, Manfred hat dafür die Grundlagen geschaffen.

Beispielhaft war auch sein Einsatz für unsere Schachjugend, die er viele Jahre lang betreute. Wenn wir heute mit Stolz auf rund 30 jugendliche Mitglieder blicken, so ist dies auch Manfreds Verdienst!

Manfred und ich kannten uns seit fast 40 Jahren, und so könnte ich seitenweise Begebenheiten, Anekdoten und gemeinsame Erlebnisse aufzählen. Vielen Weggefährten Manfreds in unserem Verein wird es sicher ebenso gehen.

Lieber Manfred, Du hast nun Deine letzte Reise angetreten, doch ich bin sicher, dass an einem anderen Ort ein schmuckes Schachspiel auf Dich wartet!

Deine Bergischen Schachfreunde wünschen Dir immer eine gute Partie!

 

Oswald Gutt

  1. Vorsitzender Bergische Schachfreunde 1923 e.V.

Bergisch Gladbach, 16. November 2021

Der Mannschaftskampf Weidenau-Geisweid I – Bergische Schachfreunde I vom 07.11.2021, ein Bericht von Mannschaftsführer Oswald Gutt 15.11.2021

 

Endlich war es wieder so weit: Die Mannschaftssaison in der NRW-Klasse startete am 7. November für unsere 1. Mannschaft mit einem Auswärtsspiel im Siegener Ortsteil Geisweid, wo wir unseren letzten Wettkampf vor dem Corona-bedingten Abbruch 2020 ausgetragen hatten. Wir hatten dieses Match seinerzeit verloren und mussten in die (erfolgreich absolvierten) Stichkämpfe. Es galt also, etwas gutzumachen, aber die Vorzeichen waren nicht rosig.

Gleich drei Stammspieler standen nicht zur Verfügung, und erst zwei Tage (!) vor dem Wettkampf hatte ich meine Truppe beisammen. Mein Bruder Stefan Gutt aus der zweiten, sowie Joachim Metzing und Thomas Kremer aus der dritten Mannschaft waren bereit, uns zu helfen.

So ging es morgens um 09:30 Uhr bei miesem Herbstwetter, aber gut gelaunt nach Siegen im Mannschaftsbus, den Stefan Bosbach als Chauffeur wieder organisiert hatte (toller Service!).

Beim Blick auf die Mannschaftsaufstellung des Gegners war klar, dass dieser sich viel vorgenommen hatte, denn die Geisweider traten mit allen Stammspielern von Brett 1 bis 8 an!

Der Wettkampf gestaltete sich jedoch zu Beginn recht ausgeglichen. In der ersten Stunde konnte noch keine Partei einen signifikanten Vorteil verbuchen. Beim Blick auf unser 8. Brett kamen mir aber leise Zweifel, denn Thomas Kremer hatte sich für die Holländische Verteidigung entschieden, was im Prinzip o.k. ist, bei mir jedoch ein (subjektives) Unbehagen hervorruft, da dieser Aufbau immer mit einem positionellen Risiko verbunden ist. Doch zu unserer großen Überraschung wurde dort plötzlich remis vereinbart! Offenbar hatte Thomas alles im Griff und bescherte uns mit diebischer Freude einen wichtigen halben Punkt mit Schwarz.

Bis zur nächsten Entscheidung dauerte es noch eine Weile, daher erst mal ein Überblick über die weiteren Partien:

Stefan Bosbach knüpfte in seiner Eröffnungswahl an unseren letzten Stichkampf gegen Bonn an, als er mit Erfolg die Reti-Eröffnung wählte, und auch jetzt kam er recht gut ins Spiel.

Am 2. Brett gab es für Manfred Harringer einen Englisch-Reti-Katalanischen-Cocktail, wo noch nicht absehbar war, wem dieser Drink besser munden würde.

Philipp Gelsok hatte sich am 3. Brett für eine Art Panow-Variante (Caro-Kann) entschieden, Abschätzung: unklar bis leichter Vorteil für uns.

Ein Kuriosum ergab sich für Harm-Wulf Thelen mit den schwarzen Steinen am 4. Brett: Bis zum 12. Zug hatte er die gleiche Stellung auf dem Brett wie zwei Tage zuvor bei der Vereinsmeisterschaft. Er hatte diese königsindische Partie gewonnen, und so ging er mit unverkennbarem Optimismus an diese weitere Aufgabe.

Ich selbst erreichte am 5. Brett mit Weiß eine Position im Damengambit, die in den 80er Jahren als „Anti-Tartakower-Variante“ populär war. Weiß tauscht auf f6 seinen Läufer gegen den Springer, erzielt dafür aber gewisse Initiative im Zentrum (s. hierzu die Matches der beiden „großen Ks“, Kasparow und Karpow in den 80ern). Im weiteren Verlauf mutierte das Spiel zu einer Abtauschvariante, in welcher mein Gegner einen positionellen Fehler beging, der zu Bauernverlust führte und auch meinen Optimismus beförderte.

Mein Bruder traf auf den denselben Gegner wie im Vorjahr, seinerzeit endete ihre Partie remis. Stefan zeigte sich heuer kämpferisch und beantwortete dessen Damenindisch im Anzug mit der langen schwarzen Rochade, ungewöhnlich und schwer abzuschätzen.

Joachim Metzing, der beim entscheidenden Stichkampf im Juli gegen Stadtverwaltung Bonn einen wichtigen halben Punkt beigesteuert hatte, entschied sich in der Eröffnung für die Spanische Abtauschvariante in einer Form, wie sie der ehemalige Weltmeister Emmanuel Lasker vor dem Ersten Weltkrieg anwandte! Na dann, schaun mer mal!

Die Entscheidungen:

Harm-Wulf zog mit gutem Vertrauen „seine Königsindische“ durch. Er entwickelte Initiative am Königsflügel, erzielte durch ein geschicktes Manöver Materialvorteil und zwang seinen Gegner bald zur Aufgabe, 1,5 : 0,5 für BSF.

 

Mein Bruder hatte mittlerweile eine Gewinnstellung durch couragiertes Spiel erreicht. Aber die Zeitnot machte ihm einen Strich durch die Rechnung! Nach und nach verflüchtigte sich sein Vorteil, weil ihn die knappe Zeit nicht die richtigen Fortsetzungen finden ließ. Hinzu kam, dass sein trickreich agierender Gegner immer wieder gezielte Nadelstiche setzte und die Partie drehen konnte, somit stand es bald 1,5 : 1,5.

Philipp hatte sich derweil einen Mehrbauern erarbeitet, doch dieses Plus war im entstandenen Endspiel kaum zu realisieren, zumal es sich um einen Doppelbauern handelte. Das Remis war folgerichtig, also 2 : 2

Wenn ich einem Spieler meines Vereins einen „Methodik-Preis“ zusprechen wollte, wäre Manfred Harringer sicher ein heißer Kandidat. Man spürt, wie der gelernte Mathematiker die Stellungen seziert und dann daraus die richtige Essenz zieht.  Offenbar hatte er in einer aus meiner Sicht ausgeglichen Partie genauer gerechnet, eine Figur gewonnen und diesen Vorteil sicher verwertet, Spielstand 3 : 2 für BSF.

 

Und dann kam Lasker, ähem pardon, natürlich Joachim! In beeindruckender Manier hielt er mit seinen Springern den offensiven Bemühungen seines Gegenübers stand, bis dieser sich ausgetobt hatte. Dann kam die Stunde der Schimmel, die sich ans Verspeisen der Bauern machen konnten. Ein toller Sieg, ein Happy-Joachim und vielleicht auch ein erfreuter Lasker von Wolke Sieben, 4 : 2 für BSF!

Nun spielten nur noch Stefan an Brett 1 und meine Wenigkeit an 5. Mein Materialvorteil in Form eines Mehrbauern hatte sich bis in das Endspiel Turm und Springer gegen Turm und Läufer erhalten. Doch beim Stand von 4 : 2 zögerte ich nicht lange, das Remis anzubieten, um den Mannschaftssieg abzusichern, nach erfolgter Annahme stand es somit 4,5 : 2,5, und unser Sieg war unter Dach und Fach.

Stefan am ersten Brett hatte bis zum Ende verbissen um den Sieg gerungen. Unter großer Anspannung für beide Protagonisten übersah Stefan einen Figurengewinn, der Gegner drehte die Partie noch, Endstand 4,5 : 3,5 für BSF, der durchaus auch höher für uns hätte ausfallen können, aber gewonnen ist gewonnen!

Oswald Gutt

Mannschaftsführer I. Mannschaft der Bergischen Schachfreunde

Bergisch Gladbach, 15.11.2021

Drei Teilnehmer der BSF auf der Offenen Internationalen Bayerischen Meisterschaft in Bad Wiessee- ein Reise- und Turnierbericht von Jochen Eilers 12.11.2021

 

Vom 30.10- 07.11 fanden am Tegernsee in Bad Wiessee die 24. Offenen Internationalen Bayerischen Meisterschaft statt. Trotz Corona-Maßnahmen, wie 3G und Maskentragen im Turniersaal (außer am Brett) fand das Turnier großen Anklang und war hochkarätig besetzt.

Unter den 350 Teilnehmern im Feld, das vom GM Santos Latas Jaime aus Spanien angeführt und auch gewonnen wurde, befanden sich neben zahlreichen GM, IM und Spitzenspielern auch zahlreiche ambitionierte Amateure. Auch der Kölner Schachverband war u.a. durch zahlreiche Spieler von den KKS, Ford, Niederkassel und Lasker vertreten.

Von den Bergischen Schachfreunden nahmen mit Volker Kühnast, Jürgen Hertling und Ihrem Berichterstatter Jochen Eilers drei furchtlose Spieler teil.

 

In der malerischen Kulisse des Tegernsees bei teilweise strahlendem Sonnenschein erlebten wir eine wunderschöne Schachwoche mit Wanderungen, spannenden Partien ab 16.00 Uhr und danach beim Tagesausklang mit kulinarischen und geistigen Genüssen.

Auch „schachlich“ war das Turnier für uns ein Erfolg und wir waren alle drei mit Abschneiden im hochkarätigen Feld zufrieden.

Volker war mit einer Elo von 1788 als 247er von 350 Teilnehmern gestartet. Nach einem leichten Auftaktsieg gegen eine Nachwuchsspielerin sah er sich sieben Gegnern mit einer Elo von im Schnitt über 2000 Punkten gegenüber. Volker spielte sehr gut und solide. Lohn der Mühe:                                                                  er holte gegen die sieben Gegner insg. 2,5 Punkte und konnte sich über einen Elo-Zuwachs von 24 Punkten freuen. Seine beste Partie spielte er in Runde zwei, als er nach einer Zeitnotschlacht gegen Armin Höller aus Weilheim mit einer Elo von 2022 gewinnen konnte. Ich muss meine (augenzwinkerde) Meinung über seine „Kaffeehauseröffnungen“ doch noch einmal überdenken 😊.

Bärenstark spielte auch Jürgen Hertling. Mit einer Elo von 1751 gestartet, holte er in ersten sechs Runden drei Punkte gegen einen Gegnerschnitt von 1902 Elo-Punkten. In der siebten Runde hatte Jürgen die Gelegenheit, gegen die Kaderspielerin des DSB, Svenja Butenandt vom SC Bayern München mit einer Elo von 2047 zu spielen. Leider gab es hier trotz guter Gegenwehr eine Null.  Am Schluss musste Jürgen dem hohen Tempo und der starken Gegnerschaft etwas Tribut zollen, schaffte aber am Ende eine Elo-Performance von ca. 1800 Punkten.

 

 

Ich war mit meinen 1991 Elo-Punkten auf Startrang 161, also in der Mitte des Feldes gelistet. In der ersten Runde hatte ich nach einem Gambit einen Spieler mit Elo 2153 am Rande einer Niederlage, verlor aber leider im Endspiel noch.

 Dann lief es besser. Ich holte einige Punkte, konnte zwei starke Jugendliche (diese werden von Os gerne spaßeshalber „kleine Monster“ genannt) auf Distanz halten und spielte u.a. gegen Ingo Lindam von Lasker, der eine Elo von 2143 hat und 41 wurde, remis. In der letzten Runde bekam ich es dann „zur Belohnung“ mit einem IM aus Berlin zu tun, der meine Eröffnungsfehler beim „Rentner“ leider gnadenlos offenlegte und mich überspielte.

Insgesamt hat uns das von GM Sebastian Siebrecht hervorragend organisierte Turnier sehr gut gefallen und wir werden sicherlich wiederkommen.

Jochen Eilers

Erster Saisonsieg für die Bergischen Schachfreunde 1 in der NRW-Klasse 10.11.2021

 

 

 

 

 

Im ersten Saisonspiel in der NRW Klasse-Gruppe 4 konnte die erste Mannschaft gegen die SV Weidenau/Greifswald 1 knapp mit 4,5:3,5 gewinnen und damit einen Grundstein für den Klassenerhalt legen.

Für den Mannschaftssieg, der knapp aber verdient war und deutlich höher hätte ausfallen könnten, gewannen Manfred Harringer, Harm-Wulf Thelen und Joachim Metzing. Ein Remis steuerten Philipp Gelsok, Mannschaftskapitän Oswald Gutt und Thomas Kremer bei.

Oswald wir in Kürze einen längeren Mannschaftsbericht veröffentlichen.

Auch die Senioren absolvierten ihr erstes Spiel gegen Hürth Berrenrath 1. Hier endeten die Partien von Oswald und Stefan Gutt, sowie von Wolfgang Krug und Johannes Selbach allesamt Remis, was ein logisches 2:2 Mannschaftsremis bedeutet.

Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Jochen Eilers

Präsenz- Monatsblitz 2021/2022 bei den BSF gestartet 06.10.2021

Am Dienstag, 05.10 startete die Meisterschaft im Monatsblitz 2021/2022 bei den BSF im Präsenzmodus. Diese war im letzten Jahr wegen der Corona-Pandemie nur Online möglich.

Mit einer kleinen Teilnehmerschaft von sieben Teilnehmern war der Monatsblitz Oktober nur etwas schwach besetzt. Dies ist vermutlich in der von vielen Spieler noch skeptisch bewerteten Pandemie geschuldet.

Die BSF haben aber ein gutes Hygienekonzept und das von Turnierleiter Stephan Roder sehr gut organisierte Turnier lässt auf mehr Teilnehmer in den nächsten Runden, die immer am ersten Dienstag im Monat stattfinden, hoffen.

Sieger wurde im ersten Monatsblitz Jochen Eilers, der die 60 Punkte einsacken konnte. Oswald Gutt wurde Zweiter, während Nuh Türkkan sich den dritten Platz sicherte.

Für alle, die noch nicht am Präsenz-Blitz teilnehmen möchten, wir auch eine Online-Monatsblitz-Meisterschaft Online auf der Onlineplattform „lichess“ angeboten. Diese findet immer am Zweiten Dienstag im Monat statt und startet am 12. 10.

Referent für Öffentlichkeitsarbeit

Erster Schachabend der BSF seit über einem Jahr findet regen Zuspruch 15.09.2021

Nach über einem Jahr können wir seit dem 10.09 endlich wieder Freitagabends den Schachabend durchführen.

Der erste Schachabend war mit fast 20 Teilnehmern sehr gut besucht und man merkte, dass viele BSF- Schachspieler sich wieder nach Präsenz-Schach sehnten.

Turnierleiter Stephan Roder organisierte den Schachabend und sorgte unaufgeregt für die Einhaltung der Corona- Regeln, wie die bekannten Masken-, Hygiene- und Abstands- sowie 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet).

Viele Schachfreunde spielten Partien gegeneinander und es fand sogar ein Blitzturnier mit neun Teilnehmern statt, was Nuh Türkkan gewann.

Ab Oktober werden wir nach jetzigem Stand auch wieder eine Vereinsmeisterschaft durchführen. Infos hierzu erfolgen in Kürze.

Wer an den nächsten Freitagen kommen möchte, schickt einfach an die E-Mail: kontakt@bsf1923.de eine Anmeldung.

Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Jochen Eilers

Wiederaufnahme der Spielabende freitags Abends 05.09.2021

Liebe Vereinsmitglieder,

seit dem Frühjahr vergangenen Jahres waren wir aufgrund der Corona-Pandemie gezwungen, auf Präsenzschach in unserem Spiellokal zu verzichten (mit Ausnahme des Trainings für Kinder und Jugendliche seit einigen Wochen).

Nun aber erlauben es die medizinischen Fortschritte (z.B. Impfungen) sowie die neueren politischen Erlasse und sportpolitischen Vorgaben, unser Spiellokal wieder für „Schach am Brett“ zu öffnen!

Lange mussten wir auf diese Nachricht warten, ab Freitag, 10.09.2021, 20:00 Uhr, soll es so weit sein: Wir machen wieder auf!

Natürlich sind wir noch ein gutes Stück davon entfernt, so zu agieren wie vor dem Corona-Ausbruch. Die bekannten Hygiene- und Abstands-Regeln sind nach wir vor zu berücksichtigen. Insbesondere wollen wir uns an die 3G-Regel halten, also: geimpft, genesen oder getestet sind jeweils die Voraussetzungen, um wieder am Präsenz-Spielbetrieb teilnehmen zu können. Auch eine vorherige Anmeldung über die bekannte Vereinskontakt-Adresse ist erforderlich.

Ihr werdet dazu in Kürze von mir in einer E-Mail über die Einzelheiten, die wir im Vorstand beschlossen haben, informiert.

Bis dahin wünsche ich uns allen, dass wir gesund bleiben und bald wieder unseren schönen Sport in unserem Spiellokal ausüben können!

Alles Gute, mit besten Schachgrüßen,

Oswald Gutt

  1. Vorsitzender Bergische Schachfreunde

 

Bergisch Gladbach, 4. September 2021

Der Mannschaftskampf Stadtverwaltung Bonn I – Bergische Schachfreunde I vom 03.07.2021, ein Bericht von Mannschaftsführer Oswald Gutt 05.07.2021

 

 

 

 

An diesem Samstag sollte sich entscheiden, ob unsere Erste weiterhin in der NRW-Klasse spielen kann, oder den Weg in die Regionalliga antreten muss. Ein Unentschieden wäre für den Klassenerhalt ausreichend gewesen. Bei einer Niederlage wären wir zwar punktgleich mit Bonn-Beuel, aber aufgrund der weniger erzielten Brettpunkte abgestiegen.

Das war die Ausgangslage, und im Gegensatz zur 8. Runde vom Vorsonntag fehlten uns mit Christian Heckötter, Jochen Eilers und Philipp Gelsok drei Stammspieler. Am Mittwochabend hatte ich aber meine Truppe beisammen: Günter Mann, Andreas Winckler und unser in Bonn wohnhafte Schachfreund Joachim Metzing (mit gebrochenem Arm!), komplettierten das Team an den Brettern sechs bis acht.

Der Wettkampf begann für uns überraschend unerfreulich. Manfred Harringer, am vorangegangen Spieltag noch souveräner Sieger am zweiten Brett, trat dem Trompowski-Aufbau seines Gegners aggressiv entgegen, spekulierte auf Damenfang, verlor aber stattdessen einen Turm und musste bald aufgeben.  Unser bislang bester Punktesammler, Harm-Wulf Thelen, spielte am vierten Brett ein forsches Wolga-Gambit und setzte etliche Sticheleien am Damenflügel. Sein Gegner führte aber ein erfolgreiches Konterspiel im Zentrum auf, und so musste auch Harm-Wulf nach zäher Gegenwehr letzten Endes die Waffen strecken.

Ich hatte meine Hausaufgaben (anders als am Vorsonntag) gemacht und mich für die Reti-Eröffnung entschieden.  Dies sollte eine Überraschungswaffe auf das zu erwartende slawische Damengambit sein, und so kam es auch. Nachdem unsere Partie bis zum 17. Zug ausgeglichen verlief, beging mein Gegner einen Fehler, wonach ich großen Vorteil erreichte. Aber statt seiner bereits zertrümmerten Königsstellung den Rest zu geben, ließ ich in meinen Berechnungen nach und gestattete ihm Gegenspiel, welches ich nun sorgfältig parieren musste, um nicht noch ganz leer auszugehen. Im 39. Zug wurde dann das Remis vereinbart.

 

In unserem Telefonat am Mittwochabend hatte mich Andreas Winckler noch gefragt, was er denn mit Weiß spielen solle. Ich antwortete: „Das, wobei Du Dich am besten fühlst.“ Und so war denn seine Wahl schnell getroffen, 1.b4! Dies erwies sich als Volltreffer, Andreas zeigte eine beeindruckende Vorstellung, drängte seinen Gegner in die Enge, eroberte dessen (b!)-Bauern und münzte diesen Vorteil im Läuferendspiel in einen Sieg um, eine tolle Leistung!

 

 

Günter Mann verlor in seiner Partie am sechsten Brett nie die Kontrolle. Gerne hätte er gegen 1.e4 seinen geliebten Paulsen-Sizilianer gespielt, aber auch mit der geschlossenen Eröffnung seines Gegners kam er gut klar, das Remis war das logische Ergebnis, und Günter und die Mannschaft konnten zufrieden sein.

Unser gehandicapter Joachim Metzing bekam es als Schwarzer am achten Brett mit der Italienischen Eröffnung zu tun, die derzeit auf allen Ebenen wieder groß in Mode ist. Offenbar wollte er diese Mode aber partout nicht mitmachen, und so leistete er sich Extravaganzen, die letztlich zum Verlust zweier Bauern führte. Wer ihn nun bereits abgeschrieben hatte, wurde eines besseren belehrt. Zäh und stoisch hielt er den Gewinnbemühungen stand, bis es ihm gelang, die Partie in ein Endspiel mit ungleichen Läufern zu führen. Nachdem seine zweimalige Remisanfrage abgelehnt worden war, bot sein Gegner kurz danach entnervt selbst remis an. Damit hatten unsere Ersatzspieler hervorragende zwei Punkte aus drei Partien erzielt.

Beim Stand von 3,5 : 2,5 für die Bonner spielten nun noch Stefan Bosbach und Hans-Josef Weiser jeweils mit Weiß an den Brettern eins und drei. Und diese Partien entwickelten sich zum Krimi mit ungewissem Ausgang!

 

Stefan hatte sich in der Eröffnung, so wie ich, für 1.Sf3 entschieden und erreichte eine solide Position. Der holländische Aufbau seines Gegners verriet dessen aggressive Absichten. Eine Ergebnisabschätzung war für uns Kiebitze schwierig.

 

Dann aber leistete sich der Bonner einige positionelle Ungenauigkeiten die Stefan geschickt ausnutzte. Zum Schluss konnte er es sich leisten, trotz Minusfigur auf seine g-und h-Freibauern zu setzen, die sich vom gegnerischen Läufer nicht mehr bändigen ließen. Stefan gewann, und es stand 3,5 : 3,5!

Nun kam alles auf Hans-Josef Weiser an. Seine Partie hätte einen eigenen Artikel verdient und war eines guten Krimi-Schlusses würdig. Die Eröffnung hatte ihn völlig überrascht: In der spanischen Partie spielte sein Kontrahent das scharfe 3…f5!?, das berüchtigte Jänisch-Gambit. Auf Großmeister-Ebene derzeit kaum zu sehen, erfreut es sich doch in den unteren Klassen einer treuen Anhängerschaft. Hans-Josefs Zeitverbrauch in der Eröffnung sprach Bände. Schließlich setzte er auf eine Initiative am Königsflügel, während sein Gegner sich Zentrum und Damenflügel vornahm. Bald hatte der Bonner Bauernvorteil, den er noch ausbaute. Doch inzwischen hatte sich Hans-Josef zwei gefährliche Freibauern auf der g-und h-Linie verschafft, ähnlich wie Stefan am ersten Brett. Und nun geschah das Unglaubliche: Der Bonner, mit etlichen Mehrbauern im Turmendspiel ausgestattet, würdigt die Gefahr, die von Hans-Josefs Freibauern ausgehen, nicht genügend und setzt seine gewonnen geglaubte Partie noch in den Sand, 1 : 0 für Hans-Josef, 4,5 : 3,5 für BSF und Klassenerhalt mit Platz fünf als Abschluss in der Tabelle!

Ein wahnsinnig spannender Spieltag endet mit einem Sieg der Bergischen Schachfreunde!

Danke an alle Mannschaftskameraden für diese tolle Saison, wir haben es geschafft!

Oswald Gutt

Mannschaftsführer I. Mannschaft der Bergischen Schachfreunde

Bergisch Gladbach, 04.07.2021

Die erste Mannschaft der BSF schafft den Klassenerhalt in der NRW Klasse! 04.07.2021

Was kaum einer für möglich gehalten hätte ist eingetreten. Im neunten Saisonspiel in der NRW-Klasse besiegte die erste Mannschaft der Bergischen Schachfreunde die SF  Stadtverwaltung Bonn 1 knapp mit 4,5:3,5 und sicherte sich mit dieser geschlossenen und kämpferischen Mannschaftsleistung den den Klassenerhalt in der NRW-Klasse.

Der stolze Mannschaftsführer Oswald Gutt wird in Kürze einen ausführlichen Bericht zum Mannschaftskampf geben.

Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Jochen Eilers

Die erste Mannschaft der BSF erhält sich im achten Saisonspiel durch einen 4,5:3,5 Sieg gegen den Siegener SV die Chance auf den Klassenerhalt in der NRW-Klasse! 29.06.2021

Am Sonntag, 27.06, fand corona-bedingt nach mehr als einem Jahr Verzögerung die achte Runde in der laufenden Saison der NRW Klasse statt. Hier konnte sich unsere erste Mannschaft knapp mit 4,5:3,5 Punkten gegen den Tabellenneunten aus Siegen behaupten. Damit haben stehen wir vor der letzten Runde auf Platz sechs und haben die Abstiegsplätze verlassen.

Das Match wurde gut von Mannschaftsführer Oswald Gutt organisiert und vorbereitet. Dank der niedrigen Inzidenzen konnte das Spiel mit einigen wenigen corona-bedingten Vorgaben (Maske tragen außerhalb des Brettes, 1,5 Meter Abstand etc.) fast wie früher stattfinden. Obwohl es am Anfang etwas ungewohnt war, nach so langer Zeit wieder am Brett zu sitzen, gewöhnten sich alle Spieler schnell an die Situation.

Wir traten bis auf Philipp Gelsok, der krankheitsbedingt ausfiel, komplett an und waren aufgrund unser zahlreichen „schachlichen“ Online-Aktivitäten gut vorbereitet.

Als erstes einigten sich Hans- Josef Weiser an Brett vier und Ihr Berichterstatter Jochen Eilers an Brett fünf mit ihren Gegnern auf ein Remis. Wir standen beide nach der Eröffnung solide aber ohne Vorteil, so dass die Remisen eine logische Folge waren.

 

 

Manfred Harringer brachte uns am zweiten Brett in Führung. Im „Rossolimo-Sizilianer“ baute Manfred schon früh Druck auf und gewann durch eine „petite combination“ im Zentrum einen Springer des Gegners, der sich auf h5 verirrt hatte. Das Endspiel mit Mehrfigur brachte er routiniert nach Hause.

 

 

Direkt im Anschluss legte Ersatzspieler Andreas Pyka am achten Brett nach. Auch Andreas gewann eine Figur. Als ihm danach der Damentausch gelang, war jegliches Gegenspiel des Gegners unterbunden. Andreas zeigte wieder eine starke Leistung und empfahl sich nachdrücklich für weitere Einsätze in der ersten Mannschaft.

Die anderen Partien standen bis dahin unklar und wir hoffen auf einen deutlichen Sieg. Leider wurde es noch einmal spannend.

Oswald Gutt gelang die Eröffnung an Brett sieben im Damengambit nicht. Unter Druck geraten verlor „Os“ leider einen Bauern und danach die Qualität. Sein Gegenangriff am Königsflügel schlug nicht durch und Oswald musste schließlich aufgeben.

Stephan Bosbach geriet mit Schwarz am Spitzenbrett auch unter Druck und wurde in die Defensive gedrängt. Trotz hartnäckiger Verteidigung musste er sich schließlich dem Siegener Spitzenspieler geschlagen geben.

Christian Heckötter stand am dritten Brett nach der englischen Eröffnung die ganze Zeit solide, aber etwas passiv. In ausgeglichener Stellung einigte sich „Hecki“ mit seinem Gegner auf ein Remis.

Der entscheidende Punkt gelang Harm-Wulf Thelen mit seinem Sieg an Brett sechs. Nach der Eröffnung erhielt er eine klassische „Thelen-Stellung“, d.h. eine positionell leicht überlegene Position ohne Gegenspiel des Gegners. Diese münzte er zunächst in einen Bauern- und dann in einen Qualitätsgewinn um.

Der Gegner verteidigte sich zäh, so dass die Partie sehr lange dauerte, doch schließlich hatte Harm-Wulf es geschafft.

Jetzt haben wir im neunten und letzten Saisonspiel ein echtes Endspiel um den Klassenerhalt. Wir benötigen beim Tabellennachbarn aus Bonn einen Mannschaftspunkt zum gesicherten Klassenerhalt. Das Spiel findet bereits am nächsten Samstag um 11. 00 Uhr beim SV Stadtverwaltung Bonn statt.

Daumendrücken für die BSF ist hier ausdrücklich erwünscht!!

Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Jochen Eilers