Stefan Bosbach wird 60 Jahre alt

Die Bergischen Schachfreunde gratulieren ihrem langjährigen Mitglied Stefan Bosbach ganz herzlich zu seinem 60. Geburtstag.

Nachfolgend ein Bericht von Oswald Gutt

Am 22.06.1979 betritt ein knapp 13jähriger Junge die Bergisch Gladbacher Schachbühne: Stefan Bosbach aus Kürten-Dürscheid wird Mitglied bei den Bergischen Schachfreunden Bergisch Gladbach (BSF)!

Er folgte seinem Vater, Manfred Bosbach, der zu dieser Zeit bereits Vorsitzender des Vereins war und zu den angesehensten Persönlichkeiten in der Bergischen und Kölner Schachszene gehörte. Wenn es eine populäre Schacheröffnung bei den BSF-lern gab, dann war es die Französische Verteidigung mit den Anfangszügen 1.e4 e6, die von Vater und Sohn gleichermaßen gerne und erfolgreich gespielt wurde.

Der talentierte Junge machte rasch Fortschritte, und als der Schreiber dieser Zeilen 1982 dem Verein in Eikamp beitrat, erlebte er beim Aufeinandertreffen mit den Gladbachern bereits einen schachtechnisch und -taktisch sehr versierten Jugendlichen, der sowohl in Jugendmeisterschaften als auch in Mannschaftskämpfen im Schachbezirk Köln (heute Kölner Schachverband) Erfolg an Erfolg reihen konnte.

 

 

Nach seinem Schulabschluss entschied er sich zuerst für die Physik, wechselte dann aber in die Fußstapfen seines Vaters und machte eine Lehrerausbildung. In den 90er Jahren führte ihn sein Beruf dann nach Sömmerda in Thüringen. Doch obwohl dort nun sein Lebensmittelpunkt war, blieb er dem Verein treu und reiste an sonntäglichen Mannschaftskämpfen ca. 300 km an, um den Verein viele Jahre erfolgreich zu unterstützen! Nicht zuletzt durch seinen Einsatz, lange Zeit am ersten Brett, konnte unsere 1. Mannschaft bis in die NRW-Klasse aufsteigen, wo sie sich auch heute noch befindet. Bemerkenswert ist aber auch, dass er mit dem familieneigenen „BSF-Bus“ bei Auswärtsspielen als Chauffeur fungiert, welcher Verein kann einen solchen Einsatz eines Spielers über das Schachspiel hinaus schon vorweisen!

Als Spieler verfügt Stefan über ein großes Gespür für die „richtigen“ Züge, eröffnungstheoretische Girlanden sind nicht unbedingt seine Lieblingsbeschäftigung. Doch gerade das macht ihn für seine Gegner in deren Vorbereitung schwierig, da sie kaum erahnen können, was sie erwartet.

 

Sehr hervorzuheben ist aber auch sein Kampfgeist und seine Nervenstärke: In heiklen Situationen, zusätzlich bedingt durch Zeitnot, ist er es, der seinen Gegner schließlich doch niederringt.

Lieber Stefan, am 3. August 2026 vollendest Du Dein 60. Lebensjahr, seit 47 Jahren gehörst Du den „Bergischen“ an, und wir, Deine Vereinskameraden, hoffen und wünschen, dass das noch lange so bleibt!

Alles Gute, vor allem Gesundheit, und weiterhin viel Freude und Erfolg beim „Königlichen Spiel“ wünschen Dir Deine Bergischen Schachfreunde!

Bergisch Gladbach,

3.August 2026